Mit Unterstützung von Koch Justus Lucas

Vom Auftreten der «Ryser-Boys» beeindruckt Lucas war ein anerkanntes Mitglied des Teams. Hautnah konnte er mitverfolgen, wie die «Ryser-Boys» zu einem sensationellen Siegeszug ansetzten und sich durch nichts und niemanden aufhalten liessen. Aber nicht nur die sportliche Seite allein imponierte ihm. Es war die Art Fussball zu spielen, aber auch das freundliche und einwandfreie Auftreten der Spieler, die nach Meinung von Lucas das Schweizer Team zu den eigentlichen Publikumslieblingen des Turniers werden liess.

Security in der Küche

Dass diese Stimmung vor dem Final gegen das Heimteam völlig kehrte, entging auch Lucas nicht. Wer zuvor freundlich und zuvorkommend gewesen war, war nun zurückhaltend. Und auch die Angst, dass über eine Aktion in der Küche oder im Speiseraum versucht werden könnte, den Schweizer Erfolg zu verhindern, stieg vor dem Finalspiel. So wurde Lucas im Hotel Hilton in Abuja eine eigene, von der Security bewachte Küche zugeteilt.

Tanz auf einem schmalen Grat

Generell empfand Lucas die einheimische Bevölkerung als sehr freundlich und sehr zuvorkommend, die Lebensfreude der Nigerianer wird unvergessen bleiben. Hingegen zählte der Umgang mit dem Personal in den Hotels zu den schwierigeren Momenten der Nigeria-Mission. Das Bewusstsein, in einem fremden Land zu Gast zu sein und die dortigen Sitten und Gepflogenheiten zu akzeptieren, war für Lucas teilweise nicht leicht mit seinem Job, seinen Pflichten und seinen Ansprüchen in Einklang zu bringen.

Der stetige Tanz auf dem Grat zwischen örtlichen Gepflogenheiten und den hohen Ansprüchen an Nahrung und Hygiene, ein dicht gedrängtes Tagesprogramm, welches neben der Zubereitung der Mahlzeiten vor allem auch die Planung und Nahrungsmittelbeschaffung umfasste, gepaart mit häufigen Standortwechseln und zahlreichen Flügen mit afrikanischen Airlines sowie der Ungewissheit, was ihn an einem neuen Ort erwarten würde, führte zu einer andauernden Anspannung und Höchstbelastung, deren erfolgreiche Meisterung nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Einen Weltmeistertitel zu feiern bedingt nicht nur das perfekte Zusammenspiel auf dem Rasen, auch hinter den Kulissen muss alles klappen. So hat auch Justus Lucas seinen Anteil am Erfolg. Aber nicht in erster Linie der Titel machte Lucas glücklich, es war vor allem auch das Erlebnis in der Gruppe und die Dynamik, die sich in diesen einzigartigen Wochen in Afrika entwickelte, die ihm immer in Erinnerung bleiben werden. So einzigartig die Nigeria-Reise war, für ähnliche Aufgaben wird sich Lucas nicht zweimal bitten lassen.

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