Am 11. Juni 2010 beginnt in Südafrika die Fussball-Weltmeisterschaft, und längst haben beim SFV die Vorbereitungen auf das Grossereignis begonnen. Auch Nati-Koch Emil Bolli hat bereits heute alle Hände voll zu tun, damit Spieler und Staff beim Fussball-Leckerbissen optimal verpflegt werden können. SFV Fan Club-Mitglieder können im nächsten halben Jahr die Vorbereitungen Bollis mitverfolgen.

In den 14 Jahren seiner Tätigkeit als Teamkoch der Schweizer Fussball- Nationalmannschaft hat Emil Bolli schon viel Schönes, Ungewöhnliches und Aufregendes erlebt, die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010TM ist aber auch für einen erfahrenen Küchenchef wie ihn eher ungewohntes Terrain. Wochenlange Aufenthalte im Ausland ist er sich von der WM 2006 in Deutschland oder der EM 2004 in Portugal gewohnt, das erstmalige Gastspiel des Fussball- Gipfels auf dem afrikanischen Kontinent bedeutet für Bolli eine besondere Herausforderung.

Rekognoszierung vor Ort

Bereits ist er in Kontakt mit dem Schweizer „Basislager“ in der Nähe von Johannesburg, um sich aber einen persönlichen Eindruck verschaffen zu können, reist Bolli Anfang Dezember ein erstes Mal nach Südafrika. Er rekognosziert vor Ort das Hotel und die Küche, in der er – hoffentlich möglichst lang – tätig sein wird, und orientiert sich über die möglichen Lebensmittel-Lieferanten. Über seinen Aufenthalt und seine Eindrücke wird uns Emil Bolli an dieser Stelle im Januar Auskunft geben.

Wertvolle Informationen von U-17-Koch Lucas

Bolli hat bereits erste Hinweise sammeln können, auf was besonders zu achten sein wird. Er kann dabei von den Erfahrungen und der Arbeit seines „Chef tournant“ im Hotel Bern, Justus Lucas, profitieren. Dieser war auf Empfehlung Bollis mit den ersten Schweizer Fussball-Weltmeistern überhaupt, der U-17-Nationalmannschaft, in Nigeria. Die beiden Länder sind zwar nur bedingt miteinander vergleichbar, ist doch der Lebensstandard in Südafrika höher als in Nigeria. Und auch die klimatischen Verhältnisse unterscheiden sich grundsätzlich: Während der Süden Nigeria ein tropisch, feucht-heisses Klima aufweist, werden in Südafrika teilweise winterliche Verhältnisse mit Minustemperaturen herrschen.

Dennoch sind die Erfahrungen von Justus Lucas für Bolli von grossem Wert. Wie ist der Standard in den Küchen? Welche hygienischen Verhältnisse herrschen? Wie verhält man sich gegenüber dem Personal? Welche Mentalität herrscht vor Ort? Welche Lebensmittel können vor Ort bezogen, welche müssen mitgenommen oder während des Turniers aus Europa importiert werden? Auf diese und andere Fragen kann Lucas Bolli erste Anhaltspunkte vermitteln. Auch hinsichtlich des Zeitmanagements kann sich Emil Bolli nach den Informationen von Lucas erste Vorstellungen machen, inwieweit seine Einsatzplanungen sich vor Ort umsetzen lassen.

(02.12.2009 – Patrick Gunti für SFV Fan Club)